Mittwoch, 26. September 2007

Bankroll Protection €/USD Teil II

Im 2 Teil wollen wir uns zuerst einmal mit der möglichen zukünftigen Entwicklung des Dollars beschäftigen.
Danach wollt ich ein paar Möglichkeiten nennen ein Dollarkonto abzusichern. Nachdem aber die Analyse schon so lang ausfällt, werd ich doch lieber nen extra 3 Teil dafür machen.

1, Fundamentale Sicht des Dollar

Eine Währung ist so stark wie das Vertrauen in Sie. Seit einigen Jahren beginnt das Vertrauen in die USA aber schon zu bröckeln.
Auch die wirtschaftliche Eintwicklung im Euroraum läuft in den letzten Jahren besser als in den USA. Der Dax z. B. hat sich in den letzten 3 Jahren doppelt so gut entwickelt wie der Dow Jones.

Blau: DJ Schwarz: DAX

Der Anstoß für den jetzt weiteren Verfall des Dollar war dann die Immoblilienkrise. War viel davon in der Zeitung oder in den Nachrichten zu hören, dass in den USA viele Kredite, vor allem Hypothekenkredite, notleidend sind.
Nachdem dadurch die Banken jetzt außerst vorsichtig geworden sind mit der Kreditvergabe, muß die Notenbank billig Geld bereitstellen, sprich die Zinsen werden eher sinken in den USA, was eine Geldanlage dort unrentabel macht.
Oft wird das zwar durch eine florierende Wirtschaft ausgeglichen (Aktien steigen, Geld fliesst ins Land), aber da in den USA schon jeher die Konjunktur mehr von der Inlandsnachfrage abhing, und diese bei den Amis oft durch Kredite finanziert war, wird das aufgrund der großen Kreditschieflage vieler Banken, diesmal wohl so nicht passieren.
Somit spricht meiner Ansicht nicht viel dafür dass sich der Dollar schnell wieder nachhaltig erholt.

2, Technische Sicht des Dollar

Viele Investoren und Trader versuchen, unabhängig von den Fundamentaldaten, die Eintwicklung eines Investments (egal ob Aktie, Rohstoff, Währung usw. ) anhand seiner bisherigen Entwicklung vorherzusagen (Technische Analyse)
Schauen wir uns also mal den USD Chart an und versuchen von da Einiges abzuleiten.

Das ist die Entwicklung des $ über mehrere Jahre.


Ich habe dort eine Trendlinie eingezeichnet. Sie zeigt den langfristigen Aufwärtstrend des Euro. Momentan verläuft diese Linie bei 1,32. Grundsätzlich würde das bedeuten wenn der Euro da mal drunter fällt, könnte es auch auf lange Sicht bergab gehen, bzw. aufwärts für den Dollar.
Nachdem der Euro ja einen neuen Höchststand hat, gibt es nach oben hin keinen Widerstand aus technischer Sicht.

Natürlich kann es innerhalb dieses Trends zu einigen Schwankungen kommen, deshalb schauen wir uns noch den mittel- und kurzfristigen Trend an.

Mittelfristige Entwicklung (1 Jahr)

Hier verläuft die Trendlinie bei 1,35 momentan.

3 Monatssicht

Hier ist die Trendlinie momentan bei 1,38.

Das ist natürlich jetzt nur vereinfacht dargestellt, da gibt es einige Faktoren mehr. Aber auch die Indikatoren, die unter den Charts zu sehen sind, zeigen noch kein Signal für eine Trendwende.
Die Trendlinienpunkte sollen uns hier auch nur einen Anhaltspunkt geben, wo wir die Absicherung ansetzen wollen.
Es ist nämlich durchaus möglich dass der € nach diesem Anstieg z. B. nochmal unter die 1,38 wieder fällt, er aber trotzdem auf Sicht von ein paar Monaten über 1,45 ansteigt.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wau was für eine finazpolitische Kurzzusammenfassung komplizierter volkswirtschaftlicher Theorien - nicht schelcht. Einzige eine Lösung bietets du nicht wirklich, zumindest nicht für Leute wie mich die bei allem Pokerräumen in Dollar arbeiten. Man kann wohl eh nicht viel machen, da die Tische eh in Dollar gespielt werden oder?

Anonym hat gesagt…

Dann hast du es anscheinend nicht ganz verstanden. Es ist wichtig zu wissen wann du wann was zu machen hast, damit du nicht auf die "Schnauze" fällst. Das wird dir durch diese Beschreibung, welche exzellent ist, gesagt. Außerdem erklärt es dir aufbauend den dritten Teil der hoffentlich baldmöglichst kommen wird. Ich bin gespannt auf die Schritte in Teil III, da ich mich momentan mit dem Thema Traden intensiv aber erst seit einigen Tagen, beschäftige.

*Daumenhoch*